Die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft verändern sich stetig. Mit praxisnahen Versuchen, Innovationen, Projekten und Forschungen arbeiten wir gemeinsam mit weiteren Instituten daran, den Zuckerrübenanbau für die Zukunft zu sichern. Von Feldversuchen zur Sortenwahl über Boden- und Pflanzenschutzprojekte bis hin zur Entwicklung nachhaltigerer Anbauverfahren: Wir verbinden Wissenschaft und Praxis.
Quelle: IFZDas IFZ in Göttingen ist ein agrarwissenschaftliches Forschungsinstitut mit dem Schwerpunkt Zuckerrübenanbau. Es kombiniert Grundlagenforschung mit praxisnaher Anwendungsforschung und bündelt die Kompetenzen der Agrarbranche in Ausschüssen und Arbeitsgruppen. Besonderheit ist die enge Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen.
Die ARGE NORD steht für praxisnahe Forschung und Fachkompetenz im norddeutschen Zuckerrübenanbau. In umfangreichen Feldversuchen werden Anbauverfahren, Düngestrategien, Pflanzenschutzmaßnahmen, Technologien und Zuckerrübensorten getestet. Mitglieder der ARGE NORD sind neben der Nordzucker AG insgesamt acht unserer Zuckerrübenanbauerverbände aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Zunehmende klimatische Veränderungen, insbesondere (früh-)sommerliche Trockenperioden sowie das geringe Wasserspeichervermögen leichter Böden und Einschränkungen der Beregnung, stellen den Zuckerrübenanbau vor wachsende Herausforderungen.
Die vegetative Vermehrung von Wurzelunkräutern sowie der Durchwuchs von Kulturpflanzen aus vorherigen Fruchtfolgen stellen den modernen Ackerbau vor große Herausforderungen. Diese Problematik verschärft sich zusätzlich durch den fortschreitenden Wegfall chemischer Pflanzenschutzmittel und die zunehmende Bildung von Resistenzen.
Die Zuckerrübe hat bedingt durch den Anbau in Reihen und die langsame Jugendentwicklung eine geringe Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern. Vor dem Hintergrund der abnehmenden Akzeptanz des chemischen Pflanzenschutzes und der weiter abnehmenden Verfügbarkeit von Wirkstoffen besteht die Notwendigkeit, Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz im Zuckerrübenanbau zu entwickeln.
Die Stickstoffdüngung im Zuckerrübenanbau ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken – ein klarer Beitrag zur Nachhaltigkeit! Kann Unterfußdüngung die Stickstoffeffizienz weiter verbessern und gleichzeitig Kosten senken sowie CO₂-Emissionen reduzieren?
In diesem Projekt werden Grundlagenversuche mit der Ansaat von Begleitpflanzen zwischen den Zuckerrübenreihen zur Ablenkung tierischer Schädlinge und Einsparung von Insektiziden durchgeführt. Federführend bei dem Projekt ist das Institut für Zuckerrübenforschung in Göttingen. Der Zuckerrübenanbauerverband Niedersachsen-Mitte e.V. fungiert als Praxispartner.