Pressemitteilungen 2019

Fair Play für die heimische Zuckerrübe

Rübenanbauer und Nordzucker fordern einheitliche Wettbewerbsbedingungen für den europäischen Zuckermarkt.

Braunschweig/Hannover, 1. Februar 2019 – Rübenanbauer und Zuckerfabriken haben sich längst auf schwierige Marktbedingungen eingestellt. Künftig nehmen allerdings politisch beeinflusste Verzerrungen weiter zu, die einen fairen Wettbewerb auf dem gemeinsamen Markt in Frage stellen.

Alles in allem war 2018 sowohl für die Rübenanbauer als auch die Zuckerwirtschaft kein Jahr zum „Zuckerschlecken“. Eine erhebliche Überproduktion an Zucker in 2017 hat auch auf dem europäischen Zuckermarkt zu historisch niedrigen Preisen geführt. Mit schwierigen Marktbedingungen kennt sich die Branche aus und hat sich bereits seit einigen Jahren auf die Deregulierung des europäischen Zuckermarktes eingestellt.

In jüngster Zeit kommt aber zusätzlich Ungewissheit von Seiten der Politik hinzu. In elf Mitgliedstaaten der EU werden Sonderbeihilfen für den Rübenanbau gezahlt. Außerdem gibt es in zwölf Ländern Ausnahmegenehmigungen für die Anwendung von neonicotinoiden Beizmitteln. Diese waren erst vor Kurzem von der EU-Kommission generell verboten worden. Darüber hinaus herrschen für die Einführung neuer Pflanzenschutztechnologien national sehr unterschiedliche Genehmigungspraktiken. Was bereits in Skandinavien in der Praxis angewendet werden darf, scheitert in Deutschland an neuen behördlichen Auflagen.

Rübenanbauer und Zuckerwirtschaft fordern deshalb die Politik auf, endlich konsequent für einheitliche Wettbewerbsbedingungen auf dem europäischen Zuckermarkt zu sorgen. „Wir wollen keine Sonderbehandlung, fordern aber Fair Play für unseren heimischen Rübenanbau“, so der DNZ-Verbandsvorsitzende Helmut Bleckwenn. „Unsere gemeinsame Wertschöpfungskette aus Rübenanbau und Zuckergewinnung ist wettbewerbsfähig. Die politisch verursachten Wettbewerbsverzerrungen benachteiligen und schwächen uns allerdings im Wettbewerb sehr“, bekräftigt CEO Dr. Lars Gorissen.

 

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