Pressemitteilungen 2019

Europawahl 2019: Erheben Sie Ihre Stimme!

Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) und die regionalen Zuckerrübenanbauerverbände fordern Ihre Mitglieder auf, zur Europawahl zu gehen. Sie bietet die Chance, für ein Fair Play im Zuckerrübenanbau einzutreten und demokratische Strukturen zu stärken. In Deutschland findet die Wahl zum Europäischen Parlament am Sonntag, 26. Mai 2019 statt.

In Zeiten eines angespannten politischen Klimas in Europa und weltweit kann die Landwirtschaft Lösungen für viele zentrale soziale, politische, ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen bieten.

Gerade im Zuckerbereich nehmen derzeit politisch beeinflusste Verzerrungen weiter zu, die einen fairen Wettbewerb auf dem gemeinsamen Markt in Frage stellen. „In einem vereinten Europa sollten von Finnland bis Italien, von Spanien bis Rumänien die gleichen Bedingungen für den Absatz von Handelserzeugnisse auf einem gemeinsamen Markt herrschen.“, so Helmut Bleckwenn, DNZ-Vorsitzender. „Für die Zuckerrübe gibt es da noch Nachholbedarf, denn nach wie vor gibt es in den einzelnen Ländern politisch initiierte Unterschiede.“

So werden in elf Mitgliedstaaten der EU Sonderbeihilfen für den Rübenanbau gezahlt. Außerdem gibt es in zwölf Ländern Ausnahmegenehmigungen für die Anwendung von Beizmitteln. Darüber hinaus herrschen für die Einführung neuer Pflanzenschutztechnologien national sehr unterschiedliche Genehmigungspraktiken. Um den Zuckerrübenanbau in Europa und Deutschland weiterhin attraktiv zu gestalten, ist zudem ein wirksamer Außenschutz notwendig. Dazu gehört u. a. auch, dass im internationalen Zuckerhandel keine Exportsubventionen gewährt und bei Importen auf die Einhaltung der Ursprungsregelungen geachtet wird.

Der DNZ fordert die EU-weite Abschaffung von gekoppelten Zahlungen, die Beibehaltung von Einfuhrzöllen sowie gleiche Wettbewerbsbedingungen im Pflanzenschutz.

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Fair Play für die heimische Zuckerrübe

Rübenanbauer und Nordzucker fordern einheitliche Wettbewerbsbedingungen für den europäischen Zuckermarkt.

Braunschweig/Hannover, 1. Februar 2019 – Rübenanbauer und Zuckerfabriken haben sich längst auf schwierige Marktbedingungen eingestellt. Künftig nehmen allerdings politisch beeinflusste Verzerrungen weiter zu, die einen fairen Wettbewerb auf dem gemeinsamen Markt in Frage stellen.

Alles in allem war 2018 sowohl für die Rübenanbauer als auch die Zuckerwirtschaft kein Jahr zum „Zuckerschlecken“. Eine erhebliche Überproduktion an Zucker in 2017 hat auch auf dem europäischen Zuckermarkt zu historisch niedrigen Preisen geführt. Mit schwierigen Marktbedingungen kennt sich die Branche aus und hat sich bereits seit einigen Jahren auf die Deregulierung des europäischen Zuckermarktes eingestellt.

In jüngster Zeit kommt aber zusätzlich Ungewissheit von Seiten der Politik hinzu. In elf Mitgliedstaaten der EU werden Sonderbeihilfen für den Rübenanbau gezahlt. Außerdem gibt es in zwölf Ländern Ausnahmegenehmigungen für die Anwendung von neonicotinoiden Beizmitteln. Diese waren erst vor Kurzem von der EU-Kommission generell verboten worden. Darüber hinaus herrschen für die Einführung neuer Pflanzenschutztechnologien national sehr unterschiedliche Genehmigungspraktiken. Was bereits in Skandinavien in der Praxis angewendet werden darf, scheitert in Deutschland an neuen behördlichen Auflagen.

Rübenanbauer und Zuckerwirtschaft fordern deshalb die Politik auf, endlich konsequent für einheitliche Wettbewerbsbedingungen auf dem europäischen Zuckermarkt zu sorgen. „Wir wollen keine Sonderbehandlung, fordern aber Fair Play für unseren heimischen Rübenanbau“, so der DNZ-Verbandsvorsitzende Helmut Bleckwenn. „Unsere gemeinsame Wertschöpfungskette aus Rübenanbau und Zuckergewinnung ist wettbewerbsfähig. Die politisch verursachten Wettbewerbsverzerrungen benachteiligen und schwächen uns allerdings im Wettbewerb sehr“, bekräftigt CEO Dr. Lars Gorissen.

 

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