Pressemitteilungen 2019

Rübenanbauer blicken nach vorn - DNZ fordert faire Wettbewerbsbedingungen

Den Blick nach vorn richten – dies war das Motto beim diesjährigen Verbandstag des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ). Die Lage am Zuckermarkt ist angespannt, die Ernteaussichten liegen unter den Erwartungen und die politischen Rahmenbedingungen sind weiter unbefriedigend. Rübenanbauer und Zuckerfabriken bleiben trotzdem zuversichtlich und zeigen sich überzeugt, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Hauptziel für die Verbandsarbeit bleibt es, die wettbewerbsverzerrende Politik in Berlin und Brüssel zu ändern.

Aufgrund der weitverbreiteten Trockenheit wird die Zuckerrübenernte in Norddeutschland dieses Jahr wohl wieder nicht gut ausfallen. Im letzten Jahr lag der Zuckerertrag im Verbandsgebiet bei 12,4 Tonnen je Hektar und damit rund zehn Prozent unter dem langjährigen Mittelwert. Die bevorstehende Kampagne könnte nach aktueller Einschätzung ähnlich ausfallen. Mitte September wird die Verarbeitung beginnen und voraussichtlich im Januar beendet sein.

Sorge bereitet dem DNZ aber die Politik durch Bundesregierung und EU-Kommission. „Wir beklagen uns nicht über den scharfen Wettbewerb und die niedrigen Preise.“, so der Verbandsvorsitzende Helmut Bleckwenn. „Kontraproduktiv sind aber die wettbewerbsverzerrenden Agrarförder-instrumente und unterschiedlichen Pflanzenschutzregelungen in unseren Nachbarländern. Zu einem gemeinsamen Markt gehören nun mal einheitliche Spielregeln.“, so Bleckwenn weiter. Der DNZ fordert deshalb die kurzfristige Abschaffung der in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten praktizierten gekoppelten Beihilfen sowie einheitliche Anwendungsbestimmungen für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Nach Auffassung des DNZ hat die Zuckerrübe ein großes Potenzial, um einen wirksamen Beitrag zu den von Politik und Gesellschaft angestrebten Veränderungen im Ackerbau beizutragen. Als Sommerung passt sie gut in getreidereiche Fruchtfolgen. Durch die intensive Durchwurzelung des Bodens kann sie Wasser und Nährstoffe effizient ausnutzen und Trockenphasen besser überstehen. Außerdem ist der biologisch-technische Fortschritt im Rübenanbau vorbildlich und auch die Züchtungsunternehmen haben ihre Forschungseinrichtungen in der Region stetig ausgebaut. „Wir werden deshalb weiter mit guten Argumenten in der Öffentlichkeit für den Rübenanbau werben.“, so DNZ-Geschäftsführer Dr. Heinrich-Hubertus Helmke in seinem Bericht zur Verbandsarbeit.

Höhepunkte des DNZ-Verbandstages waren wiederum die Gastvorträge.  Für die Europäische Rübenanbauervereinigung (CIBE) sprach Elisabeth Lacoste über „Politische Herausforderungen für die Rübenanbauer in der EU“. Zum Thema „Mit moderner Kommunikation Rückhalt bei der Gesellschaft gewinnen“ referierte Lea Fließ vom Forum Moderne Landwirtschaft (FML).

Anlässlich der Veranstaltung wurde auch der neue Jahresbericht vorgestellt. Dieser steht als Printversion oder Download unter www.dnz.de zur Verfügung.

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Europawahl 2019: Erheben Sie Ihre Stimme!

Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) und die regionalen Zuckerrübenanbauerverbände fordern Ihre Mitglieder auf, zur Europawahl zu gehen. Sie bietet die Chance, für ein Fair Play im Zuckerrübenanbau einzutreten und demokratische Strukturen zu stärken. In Deutschland findet die Wahl zum Europäischen Parlament am Sonntag, 26. Mai 2019 statt.

In Zeiten eines angespannten politischen Klimas in Europa und weltweit kann die Landwirtschaft Lösungen für viele zentrale soziale, politische, ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen bieten.

Gerade im Zuckerbereich nehmen derzeit politisch beeinflusste Verzerrungen weiter zu, die einen fairen Wettbewerb auf dem gemeinsamen Markt in Frage stellen. „In einem vereinten Europa sollten von Finnland bis Italien, von Spanien bis Rumänien die gleichen Bedingungen für den Absatz von Handelserzeugnisse auf einem gemeinsamen Markt herrschen.“, so Helmut Bleckwenn, DNZ-Vorsitzender. „Für die Zuckerrübe gibt es da noch Nachholbedarf, denn nach wie vor gibt es in den einzelnen Ländern politisch initiierte Unterschiede.“

So werden in elf Mitgliedstaaten der EU Sonderbeihilfen für den Rübenanbau gezahlt. Außerdem gibt es in zwölf Ländern Ausnahmegenehmigungen für die Anwendung von Beizmitteln. Darüber hinaus herrschen für die Einführung neuer Pflanzenschutztechnologien national sehr unterschiedliche Genehmigungspraktiken. Um den Zuckerrübenanbau in Europa und Deutschland weiterhin attraktiv zu gestalten, ist zudem ein wirksamer Außenschutz notwendig. Dazu gehört u. a. auch, dass im internationalen Zuckerhandel keine Exportsubventionen gewährt und bei Importen auf die Einhaltung der Ursprungsregelungen geachtet wird.

Der DNZ fordert die EU-weite Abschaffung von gekoppelten Zahlungen, die Beibehaltung von Einfuhrzöllen sowie gleiche Wettbewerbsbedingungen im Pflanzenschutz.

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Fair Play für die heimische Zuckerrübe

Rübenanbauer und Nordzucker fordern einheitliche Wettbewerbsbedingungen für den europäischen Zuckermarkt.

Braunschweig/Hannover, 1. Februar 2019 – Rübenanbauer und Zuckerfabriken haben sich längst auf schwierige Marktbedingungen eingestellt. Künftig nehmen allerdings politisch beeinflusste Verzerrungen weiter zu, die einen fairen Wettbewerb auf dem gemeinsamen Markt in Frage stellen.

Alles in allem war 2018 sowohl für die Rübenanbauer als auch die Zuckerwirtschaft kein Jahr zum „Zuckerschlecken“. Eine erhebliche Überproduktion an Zucker in 2017 hat auch auf dem europäischen Zuckermarkt zu historisch niedrigen Preisen geführt. Mit schwierigen Marktbedingungen kennt sich die Branche aus und hat sich bereits seit einigen Jahren auf die Deregulierung des europäischen Zuckermarktes eingestellt.

In jüngster Zeit kommt aber zusätzlich Ungewissheit von Seiten der Politik hinzu. In elf Mitgliedstaaten der EU werden Sonderbeihilfen für den Rübenanbau gezahlt. Außerdem gibt es in zwölf Ländern Ausnahmegenehmigungen für die Anwendung von neonicotinoiden Beizmitteln. Diese waren erst vor Kurzem von der EU-Kommission generell verboten worden. Darüber hinaus herrschen für die Einführung neuer Pflanzenschutztechnologien national sehr unterschiedliche Genehmigungspraktiken. Was bereits in Skandinavien in der Praxis angewendet werden darf, scheitert in Deutschland an neuen behördlichen Auflagen.

Rübenanbauer und Zuckerwirtschaft fordern deshalb die Politik auf, endlich konsequent für einheitliche Wettbewerbsbedingungen auf dem europäischen Zuckermarkt zu sorgen. „Wir wollen keine Sonderbehandlung, fordern aber Fair Play für unseren heimischen Rübenanbau“, so der DNZ-Verbandsvorsitzende Helmut Bleckwenn. „Unsere gemeinsame Wertschöpfungskette aus Rübenanbau und Zuckergewinnung ist wettbewerbsfähig. Die politisch verursachten Wettbewerbsverzerrungen benachteiligen und schwächen uns allerdings im Wettbewerb sehr“, bekräftigt CEO Dr. Lars Gorissen.

 

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Rübenanbauer blicken nach vorn

DNZ fordert faire Wettbewerbsbedingungen

Den Blick nach vorn richten – dies war das Motto beim diesjährigen Verbandstag des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ). Die Lage am Zuckermarkt ist angespannt, die Ernteaussichten liegen unter den Erwartungen und die politischen Rahmenbedingungen sind weiter unbefriedigend. Rübenanbauer und Zuckerfabriken bleiben trotzdem zuversichtlich und zeigen sich überzeugt, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Hauptziel für die Verbandsarbeit bleibt es, die wettbewerbsverzerrende Politik in Berlin und Brüssel zu ändern.

Aufgrund der weitverbreiteten Trockenheit wird die Zuckerrübenernte in Norddeutschland dieses Jahr wohl wieder nicht gut ausfallen. Im letzten Jahr lag der Zuckerertrag im Verbandsgebiet bei 12,4 Tonnen je Hektar und damit rund zehn Prozent unter dem langjährigen Mittelwert. Die bevorstehende Kampagne könnte nach aktueller Einschätzung ähnlich ausfallen. Mitte September wird die Verarbeitung beginnen und voraussichtlich im Januar beendet sein.

Sorge bereitet dem DNZ aber die Politik durch Bundesregierung und EU-Kommission. „Wir beklagen uns nicht über den scharfen Wettbewerb und die niedrigen Preise.“, so der Verbandsvorsitzende Helmut Bleckwenn. „Kontraproduktiv sind aber die wettbewerbsverzerrenden Agrarförder-instrumente und unterschiedlichen Pflanzenschutzregelungen in unseren Nachbarländern. Zu einem gemeinsamen Markt gehören nun mal einheitliche Spielregeln.“, so Bleckwenn weiter. Der DNZ fordert deshalb die kurzfristige Abschaffung der in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten praktizierten gekoppelten Beihilfen sowie einheitliche Anwendungsbestimmungen für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Nach Auffassung des DNZ hat die Zuckerrübe ein großes Potenzial, um einen wirksamen Beitrag zu den von Politik und Gesellschaft angestrebten Veränderungen im Ackerbau beizutragen. Als Sommerung passt sie gut in getreidereiche Fruchtfolgen. Durch die intensive Durchwurzelung des Bodens kann sie Wasser und Nährstoffe effizient ausnutzen und Trockenphasen besser überstehen. Außerdem ist der biologisch-technische Fortschritt im Rübenanbau vorbildlich und auch die Züchtungsunternehmen haben ihre Forschungseinrichtungen in der Region stetig ausgebaut. „Wir werden deshalb weiter mit guten Argumenten in der Öffentlichkeit für den Rübenanbau werben.“, so DNZ-Geschäftsführer Dr. Heinrich-Hubertus Helmke in seinem Bericht zur Verbandsarbeit.

Höhepunkte des DNZ-Verbandstages waren wiederum die Gastvorträge.  Für die Europäische Rübenanbauervereinigung (CIBE) sprach Elisabeth Lacoste über „Politische Herausforderungen für die Rübenanbauer in der EU“. Zum Thema „Mit moderner Kommunikation Rückhalt bei der Gesellschaft gewinnen“ referierte Lea Fließ vom Forum Moderne Landwirtschaft (FML).

Anlässlich der Veranstaltung wurde auch der neue Jahresbericht vorgestellt. Dieser steht als Printversion oder Download zur Verfügung.

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