Mechanische Beikrautregulierung im Öko-Rübenanbau bei unterschiedlichen Reihenweiten

Am 12. April wurde bei guten Bodenbedingungen und trockenem Wetter ein Versuch zur mechanischen Unkrautregulierung im Öko-Rübenanbau bei unterschiedlichen Reihenweiten ausgedrillt. Anfang Mai wurde nun in einem ersten Bearbeitungsgang das aufgelaufene Unkraut zwischen den Reihen mit einer kameragesteuerten Hacke entfernt.

Auf  einer Fläche der BioBördeLand in der Nähe von Wätzum im Landkreis Hildesheim wird während der gesamten Vegetationsperiode analysiert, wie sich die unterschiedlichen Reihenweiten auf die Qualität und den Arbeitszeitbedarf des mechanischen und händischen Hackeinsatzes auswirken. Außerdem wird am Jahresende geprüft, wie sich die Parzellen im Ertrag, der Qualität, den Rodeeigenschaften und den Kosten unterscheiden.

„Ein wirksames Unkrautmanagement ist für die Betriebe, die Öko-Zuckerrüben anbauen, enorm wichtig, um hohe Erträge zu erzielen“, so Markus Mücke, der den Versuch von Seiten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitbetreut. Ein großer Anteil kann dabei durch Hacktechnik zwischen den Reihen erledigt werden. Eine große Bedeutung hat aber auch die Unkrautbekämpfung in der Reihe, die in der Regel mit der Handhacke erledigt wird. „Wir versuchen mit weiteren Reihenweiten und somit kürzeren `Gesamtjätestrecken´ die hohen Handarbeitskosten zu reduzieren und dies bei möglichst gleichen Erträgen.“, erklärt Markus Blomberg, Betriebsleiter der BioBördeLand und Sprecher des Arbeitskreises Öko-Rüben im Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ).

Wir freuen uns, dass dieser umfangreiche Feldversuch im Öko-Zuckerrübenanbau durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert wird.

Die Betreuung der Versuchsflächen erfolgt durch Mitarbeiter der Zuckerrübenanbauerverbände, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Nordzucker AG. Wir möchten uns außerdem bei der Firma Grimme, K.U.L.T. Kress Umweltschonende Landtechnik und der Agravis für die Unterstützung bedanken.

Die Aussaat der Öko-Rüben fand Mitte April statt.
Reihenweiteversuch in Wätzum
Mechanische Unkrautbekämpfung zwischen den Reihen.