Klares Bekenntnis zum Zuckerrübenanbau!

v. r.: Ortsbürgermisterin Jutta Hartmann (CDU), Zuckerrübenanbauer Erich Kleuker aus Nordstemmen und Friedrich-Wilhelm Hering aus Gronau, die CDU-Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg (Wolfenbüttel), Laura Rebuschat (Hildesheim), Thomas Ehbrecht (Duderstadt), Uwe Schünemann (Holzminden), Ehepaar Klarhölter, Landtagsabgeordnete Veronika Koch (Helmstedt), Rikus Klarhölter, Dirk Wollenweber sowie die CDU-Landtagsabgeordneten Oliver Schatta (Braunschweig) und Christoph Plett (Peine).

Die sieben CDU-Landtagsabgeordneten aus den Bezirken Hildesheim-Südniedersachsen und Braunschweig haben im Rahmen ihrer gemeinsamen Sommertour durch die Region Zuckerrübenanbauer getroffen und ihnen Unterstützung bei den derzeit schwierigen Rahmenbedingungen zugesichert.

Die christdemokratischen Landtagsvertreter kamen auf dem Hof der Familie Klarhölter in Klein Escherde bei Hildesheim mit weiteren Rübenanbauern zusammen. Landwirt Thomas Klarhölter vermittelte Fakten über acker- und umweltschonende Anbauverfahren und verdeutlichte die tiefe und generationsübergreifende Verbundenheit der Landwirte zu ihrer “Scholle”. Schon allein aus dieser Motivation heraus besteht ein hohes Interesse an boden-, wasser- und umweltschonenden Bewirtschaftungsmethoden. Er machte auch deutlich, dass der chemische Pflanzenschutz unverzichtbar für die Erzeugung gesunder Lebensmittel sei.

Die aktuellen politischen Herausforderungen für den Zuckerrübenanbau skizzierte Dirk Wollenweber vom Zuckerrübenanbauerverband Südniedersachsen e.V.. Er kritisierte insbesondere wettbewerbsverzerrende Regelungen im europäischen und weltweiten Markt. Ein fairer Wettbewerb werde durch Beihilfen und Stützungsmaßnahmen in zahlreichen Erzeugerländern im Gegensatz zu Deutschland verzerrt. Zudem genehmige ein EU-Mitgliedsstaat nach dem anderen derzeit Sonderzulassungen für den Einsatz von Neonicotinoiden, während sich Deutschland an die Vorgabe der EU-Kommission strikt halte. Das Neonicotinoidverbot der EU-Kommission für Rüben wird vielfach in der Fachszene für unsachgemäß gehalten, da Zuckerrüben keine blühenden Pflanzen sind und somit wenig attraktiv für Bienen sind.

Die Abgeordneten waren sich darin einig, den Zuckerrübenanbau in jedem Fall in ihren Regionen weiter unterstützen zu wollen. Die eigene Erzeugung und somit Existenzen und ländliche Kultur zu gefährden, nur um dann Zucker aus Ländern mit schlechteren Anbaubedingungen zu importieren, käme nicht infrage.