Läusemonitoring im Zuckerrübenanbau

Unser Zuckerrübenanbauer Jan-Wilhelm Strampe ist wieder auf seinem Zuckerrübenacker unterwegs. Nach einer längeren Phase mit kühlen Temperaturen fangen die Rüben nun an, kräftig zu wachsen. Die jungen Zuckerrüben sind allerdings nicht nur für den Landwirt interessant, sondern auch für einige Schädlinge, die den Zuckerrüben Probleme bereiten können.

Deshalb überprüft Strampe seine Zuckerrüben regelmäßig u. a. auf das Vorkommen von Blattläusen. Dabei sind die Anzahl und die Art der Läuse für ihn wichtig, um ggf. weitere Schritte zum Schutz der jungen Rübenpflanze zu planen. Die vielen kleinen schwarzen Punkte auf der Zuckerrübe sind schwarze Bohnenläuse. Diese ernähren sich von den zuckerhaltigen Pflanzensäften der Rübe. Bevorzugt werden die noch junge Rübenblätter in der Mitte befallen.

Noch spannender ist das Vorkommen von Nützlingen in Zuckerrüben. Marienkäfer sind die natürlichen Fraßfeinde der Blattläuse. Ein adulter Marienkäfer vertilgt bis zu 100 Blattläuse am Tag und dämmt damit auf natürliche Weise die Blattlauspopulation ein. Durch das Vorkommen von Nützlingen können daher Pflanzenschutzmaßnahmen gegen Läuse reduziert oder gänzlich unnötig werden. Hier arbeitet der Landwirt mit der Natur gegen die Läuse. Schafft es die Natur nicht, sich selbst zu regulieren, wird Strampe seine Rüben mittels chemischen Pflanzenschutzes schützen. Ein regelmäßiges Monitoring der Bestände ist wichtig, um rechtzeitig gezielte Maßnahmen ergreifen zu können.

Jan-Wilhelm Strampe aus Barum (Uelzen) kontrolliert regelmäßig seinen Zuckerrübenbestand.
Die Schwarze Bohnenlaus ist ein bekannter Schädling im Zuckerrübenanbau.
Nützlinge wie der Marienkäfer können bei der Eindämmung der Läusepopulation helfen.