Erster Rübenlaborringvergleich 2021

Am Mittwoch, 13. Oktober 2021 fand der 1. Rübenlaborringringvergleich 2021 statt. Erstmals kommen die zur Beprobung benötigten Rüben von einem Landwirtschaftsbetrieb aus Rössing im Landkreis Hildesheim. An dem Vergleich nehmen Labore der Zuckerfabriken in Anklam, Clauen, Klein Wanzleben, Nordstemmen, Schladen, Uelzen sowie Lage teil. Darüber hinaus werden Proben auch in den Laboren des Instituts für Zuckerrübenforschung (IfZ) in Göttingen und bei dem Züchtungsunternehmen KWS in Einbeck untersucht. Zuvor sortieren Rübenmanager und Verbandsvertretern jeweils 25 Rüben gleicher Größe in Säcke. Für einen objektiven Vergleich werden entblätterte, homogene Rüben von einem Anbaustandort beprobt. Jedes Labor erhält dann zwei Säcke zur Beprobung.

Unmittelbar nach Anlieferung im Labor und im Beisein von Fabrik- und Verbandsvertretern beginnen die Untersuchungen. Zunächst werden die Rüben gewaschen, zu Rübenbrei verarbeitet und dann analysiert. Die Labor-Untersuchungen umfassen den Zuckergehalt sowie die Kalium-, Natrium- und AminoN-Konzentration. Die Auswertung erfolgt mittels Frischbrei- und Gefrierbreianalyse. Ergänzend werden für jedes Labor Rückstellmuster eingefroren und zu einem späteren Zeitpunkt untersucht. Hinzu kommt die regelmäßige Überprüfung des Polarimeters mittels einer definierten Testlösung. Etwaige Auffälligkeiten werden festgehalten, um Einstellungen zu überprüfen und Fehler zu beheben.

Das System einer überregionalen Qualitätskontrolle – wie dies beim Ringvergleich der Fall ist – gibt es bei anderen Fruchtarten nicht. Sie ist eine Serviceleistung, die nur von den Zuckerrübenanbauerverbänden durchgeführt wird.

Der diesjährige erste Rübenlaborringvergleich fand erstmals in Rössing statt. Je 25 Rüben kommen in einen Sack und werden zur Beprobung in verschiedene Labore gebracht.