Handelspolitik: Einhaltung von EU-Standards gefordert

Die Interessen der EU hinsichtlich Zucker und Handel sollen besser durchgesetzt werden – das war Mitte April das Fazit der europäischen Civil Dialogue Group für Zucker, denen auch die Internationale Vereinigung Europäischer Rübenanbauer (CIBE), die Vereinigung Europäischer Zuckerhersteller (CEFS) und die Europäische Gewerkschaftsföderation für den Landwirtschafts-, Nahrungsmittel- und Tourismussektor angehören.

Die EU-Kommission hatte sich unlängst für Wettbewerbsgleichheit sowie einen nachhaltigen und fairen Handel ausgesprochen. Die europäischen Zuckerrübenanbauer und Verarbeiter fordern nun konkrete Maßnahmen mit denen verhindert wird, dass z. B. Drittstaaten Zucker exportieren dürfen, in denen schlechte Arbeits- und Umweltbedingungen herrschen und keine nachhaltige Zuckerproduktion gewährleistet ist. Die Verbände verweisen auf den Europäischen Green Deal, in welchem u. a. Umweltschutz und soziale Standards bindend festgehalten sind. Diese sollen sich auch in der europäischen Handelspolitik wiederfinden. Sollten EU-Standards bei Importen nicht eingehalten werden, müsse ein Marktzugang verwehrt werden. Illegale, marktverzerrende Exporte in Indien oder Verstöße gegen Handelsabkommen – wie bei Handelsverträgen mit Ägypten oder Kanada – erforderten ein rasches Eingreifen seitens der EU.