Gespräche mit der Poltik

Mitte Dezember hatte die Nordzucker zum Gespräch mit regionalen Politikern in das Werk in Uelzen eingeladen. Eckhard Hinrichs, stellv. Vorsitzender des DNZ und Vorsitzender des in Uelzen ansässigen Rübenanbauer- und Aktionärsverbandes Nord sprach als Vertreter für die Rübenanbauer. Der Einladung der Nordzucker waren die CDU-Mitglieder Jörg Hillmer (Wahlkreis Uelzen), Gudrun Pieper (Wahlkreis Walsrode), Jörn Schepelmann (Wahlkreis Bergen), Uwe Dorendorf (Wahlkreis Elbe) und Heiner Schönecke (Wahlkreis Buchholz) gerne gefolgt. Der Rübenanbau hat in den einzelnen Wahlkreisen eine große wirtschaftliche Bedeutung für die landwirtschaftlichen Betriebe. Die Themen waren vielfältig: Diskutiert wurde zunächst die schlechte Lage auf dem Zuckermarkt, die zu Zucker- und Rübenpreisen auf historisch niedrigem Niveau geführt hat. Unter den aktuellen Bedingungen ist der Rübenanbau für die Zuckerindustrie und die Betriebe kaum mehr wirtschaftlich. Anbauerschaft und Nordzucker fordern daher faire Wettbewerbsbedingungen in einem gemeinsamen Binnenmarkt. Das heißt konkret eine Abschaffung der gekoppelten Zahlungen für den Rübenanbau in allen EU Mitgliedsstaaten, einheitliche Regelungen beim Pflanzenschutz und auch die Zulassung der Nutzung neuer Züchtungsmethoden für Kulturpflanzen. Auch die Verfügbarkeit von Feldberegnung wurde thematisiert. Die Rübe kann Wasser sehr effizient nutzen und mit Trockenheit im Vergleich zu anderen Kulturen gut umgehen. Trotzdem ist die Verfügbarkeit von ausreichender Beregnungsmöglichkeit eine Grundvoraussetzung. Hier gibt es zwischen den Landkreisen unterschiedliche und zum Teil sehr restriktive Regelungen. Deswegen wurde um eine praktikable Lösung gebeten, die den Betrieben das nötige Wasser zuspricht. Der Anbau von Zuckerrüben hat viele Vorteile: pflanzenbaulich in der Fruchtfolge, effiziente Nutzung der Ressourcen, die hundert prozentige Verwertung der Rübe in einer Kreislaufwirtschaft zwischen Landwirtschaft und Fabrik. Die Leistung der Rübe als Sauerstoffproduzent wurde im Gespräch auch von Seiten der Politik herausgehoben. Auf einem Hektar wird in einem Jahr so viel Sauerstoff produziert, dass 100 Menschen davon atmen können. Nicht zuletzt ist die Rübe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Ein Arbeitsplatz im Werk entspricht 14 Arbeitsplätzen im vor- und nachgelagertem Bereich. So sind in Niedersachsen und Sachsen Anhalt rund 18.000 Arbeitsplätze mit der Zuckerbranche direkt und indirekt verbunden. Der Prozess von der Rübe zum Zucker wurde bei der anschließenden Werksführung im Zuckerhaus erklärt.

Nordzucker hatte zum Politikergespräch ins Werk Uelzen eingeladen. v. l.: Steffen Blümel, Jörg Hillmer, Gudrun Pieper, Gerog Sander, Alexander Sick, Dr. Mathias Böker, Uwe Dorendorf, Jörn Schepelmann, Heiner Schönecke, Eckhard Hinrichs.