Fortsetzung: Fair Play für heimische Zuckerrüben

ZAV Niedersachen-Mitte: Ralf Tegtmeyer (re.) und Dr. Clemens Becker platzieren ein Banner an einer gut sichtbaren Rübenmiete nahe Bockenem.

Mit Beginn der Vliesabdeckung bieten auch die Rübenmieten attraktive Werbeflächen. An zahlreichen Bundes- und Landstraßen sind derzeit die großen, grünen Banner mit schwarz-weißer Schrift zu sehen. Wegen der attraktiven Größe und der Ösung an allen Seiten eignen sich diese Werbeträger für vielfältige Verwendungen. Daher werden sie nicht nur auf Äckern, sondern auch an Stall- und Wirtschaftsgebäuden platziert. Ziel der Aktion ist es, fortgesetzt auf die unfairen Wettbewerbsbedingungen im Rübenanbau aufmerksam zu machen. Die deutschen Rübenanbauer hatten sich auf den Wegfall der Quoten im gemeinsamen EU-Zuckermarkt gut vorbereitet. Nun werden sie allerdings von der Politik allein gelassen, indem sie gegen Gekoppelte Beihilfen und Sonderregungen für Pflanzenschutzmittel ankämpfen müssen. Es besteht die Gefahr, dass der Rübenanbau auf Dauer von naturbedingt wettbewerbsfähigen Standorten abwandert und in wettbewerbsschwachen Regionen der Europäischen Union erhalten bleibt. Damit würde das ursprüngliche Ziel der Zuckerreform, nämlich die Stärkung der wettbewerbsfähigen Rübenanbaustandorte, zunichte gemacht. Die deutschen Rübenanbauer fordern deshalb von der Politik einheitliche Spielregeln für den gemeinsamen Markt.