Ernte des Feldversuchs zu Öko-Zuckerrüben

Mit Start der Öko-Zuckerrübenkampagne im Werk Schladen wurde auch ein Versuch zum Unkrautmanagement  bei unterschiedlichen Reihenweiten im Ökorübenanbau geerntet. Die Untersuchungen, die während der gesamten Vegetationsperiode auf dem Versuchsschlag der BioBördeLand GbR in der Nähe von Wätzum im Landkreis Hildesheim vorgenommen wurden, werden nun ausgewertet.

Der im April angelegte Versuch analysiert, wie sich die unterschiedlichen Reihenweiten von 45 cm, 60 cm und 90 cm auf die Qualität und den Arbeitszeitbedarf des mechanischen und händischen Hackeinsatzes auswirken. Insgesamt erfolgten mechanische Hackdurchgänge zwischen den Reihen und Einsätze mit der Handhacke um die Verunkrautung in den Reihen zu beseitigen. Parallel wurden der Feldaufgang, die Bestandesdichte und der Unkrautdeckungsgrad vor und nach den Hackdurchgängen in jeder Versuchsvariante ermittelt.

Am 13. und 14. September erfolgte nun die parzellenweise Ernte und Verladung der Öko-Zuckerrüben. Mit zwei Rodern wurden die Rüben bei sehr trockenen Bodenbedingungen gerodet und je nach Variante in Mieten abgelegt und am Folgetag verladen. Von jeder Versuchsparzelle wurde der Ertrag ermittelt und die Qualitätsparameter im Rüpro im Werk Schladen analysiert.

„Die Ergebnisse sollen Aufschlüsse liefern, ob durch größere Reihenweiten und somit kürzeren „Gesamtjätestrecken“ die Handarbeitskosten verringert werden können bei möglichst gleichen Erträgen“, so Markus Mücke, der den Versuch von Seiten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitbetreut. Insgesamt ist Markus Blomberg von der BioBördeLand mit dem Ergebnis vor dem Hintergrund von meist sehr trockenen Bedingungen und einem deutlichen Hagelschaden im Juni zufrieden. „Nun bin ich natürlich auf die Erträge der einzelnen Reihenweiten und die wirtschaftliche Betrachtung gespannt!“

Wir freuen uns, dass dieser umfangreiche Feldversuch im Öko-Zuckerrübenanbau durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert wird.

Die Betreuung der Versuchsflächen erfolgte durch Mitarbeiter der Zuckerrübenanbauerverbände, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Nordzucker AG. Wir möchten uns außerdem bei der Firma Grimme und K.U.L.T. Kress Umweltschonende Landtechnik  für die Unterstützung bedanken!

Am 13. und 14. September 2019 erfolgte die parzellenweise Ernte und Verladung der Öko-Zuckerrüben.
Mit zwei Rodern wurden die Rüben bei sehr trockenen Bodenbedingungen gerodet, nach Variante in Mieten abgelegt und am Folgetag verladen.