CEFS begrüßt Neuausrichtung der europäischen Handelspolitik

Die Europäische Kommission hatte am 18.2.2021 ihre Handelsstrategie für die kommenden Jahre festgelegt. Die Strategie trägt dem Konzept einer offenen strategischen Autonomie Rechnung und beruht auf der Bereitschaft der EU, durch die Förderung des ökologischen und digitalen Wandels zur wirtschaftlichen Erholung beizutragen. Zudem rücken die Stärkung des Multilateralismus und die Reformbemühungen wieder in den Mittelpunkt, die für faire und nachhaltige globale Handelsregeln sorgen sollen.

Die Vereinigung Europäischer Zuckerhersteller (CEFS) begrüßt die Neuausrichtung der europäischen Handelspolitik und hat dazu sechs Prioritäten aus Sicht der europäischen Zuckerindustrie aufgelistet. Demnach sollen handelsverzerrenden Subventionen aus ungerechtfertigten Importbeschränkungen beseitigt werden und dies sowohl auf Ebene der Welthandelsorganisation (WTO) als auch im Rahmen von EU-Freihandelsabkommen.

Ferner dürften zukünftige Freihandelsabkommen nicht zu einer weiteren Öffnung der EU-Märkte für Zucker und stark zuckerhaltige verarbeitete Erzeugnisse führen, solange kein fairer und nachhaltiger Wettbewerb herrsche. Darüber hinaus seien strenge Urspungsregelungen unerlässlich, um u. a. sicherzustellen, dass Zuckerimporte aus Drittstaaten nicht auf Umwegen die EU erreichten. CEFS fordert, dass die gegenwärtigen Marktzugangsregeln (z. B. Zollsätze) für Zucker beibehalten werden. Zudem sollten EU-Zuckerunternehmen durch künftige Handelsabkommen auch neue Absatzmärkte erschließen können.

Letztlich müsse die EU-Handelspolitik auch mit den Zielen des Europäischen Green Deals vereinbar sein. Wenn daher Zuckerhersteller in der EU ihren ökologischen Fußabdruck verbesserten und die ökologischen Standards im Ausland niedriger seien, sollten keine Marktzugeständnisse für Zuckereinfuhren in die EU gemacht werden.

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