Der Vorstand des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) traf sich in der vergangenen Woche zu einer zweitägigen Klausurtagung in Berlin. Im Mittelpunkt standen aktuelle agrarpolitische Entwicklungen, der Austausch mit wichtigen Institutionen sowie die Positionierung zu zentralen Themen der Branche.

Auf dem Programm stand ein Besuch des Deutschen Bauernverbandes im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft. Benjamin Walker berichtet als Fachbereichsleiter Political Affairs von der Lobbyarbeit des breit gefächertes Aufgabenfeldes in Landwirtschaft und Gesamtwirtschaft. Er hat zum 1. Mai den stellvertretenden Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes Gerald Dohme in seiner Funktion abgelöst. Dohme nutzte seinen letzten Tag im Berliner Büro, um sich persönlich von den Vorstandsmitgliedern des DNZ zu verabschieden.

Fachliche Impulse lieferten außerdem:

  • Annett Brinkmann mit einem Überblick zu finanz- und steuerrechtlichen Fragen
  • Christian Gaebel mit einem Ausblick auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und geplante EU-Maßnahmen
    Sein Fazit: Die Branche steht weiterhin vor anspruchsvollen politischen Herausforderungen.

Danach ging es weiter zur Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ). Der Hauptgeschäftsführer Günter Tissen stellte die Aufgaben des Vereins der Zuckerindustrie (VdZ) und der WVZ vor. Er ging insbesondere auf die unterschiedlichen (kommunikativen) Maßnahmen ein, um Politiker und Abgeordnete über die Herausforderungen im Zuckersektor
zu informieren. Warum Freihandelsabkommen die europäische Zuckerproduktion gefährden und welche Auswirkungen daraus mittelfristig erwachsen, machte Katharina Storms (Abteilungsleiterin Handelspolitik) in ihrem Vortrag deutlich.

Am zweiten Tag nutzten die Vorstandsmitglieder die Gelegenheit, ein deutliches Zeichen gegen die Einführung einer Zuckersteuer zu setzen. Mit Blick auf den Reichstag wurden fachliche Argumente in Form von Videostatements aufgenommen und über die Social-Media-Kanäle sowie der Internetseite des DNZ veröffentlicht.

Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Rundgang im Berliner Futurium. Dort war eine
Sonderausstellung zum Thema Landwirtschaft zu sehen.