Aktuelles zur Zuckerpolitik

Eingeschränkter Wettbewerb durch gekoppelte Direktzahlungen

Das Instrument der produktionsgekoppelten Zahlungen ist zwar in Deutschland abgeschafft, innerhalb der Europäischen Union wird es aber weiterhin angewandt. In zehn Mitgliedsländern erhalten die Landwirte zusätzliche Agrarzahlungen, wenn sie Zuckerrüben anbauen. Damit wird ein Teil der Produktionskosten vom Staat übernommen. Diese Regelung erschwert den Wettbewerb innerhalb des gemeinsamen EU-Binnenmarktes zu Lasten der Erzeuger, die sämtliche Produktionskosten aus den Rübenerlösen decken müssen.

Die Übersicht zeigt die gekoppelten Direktzahlungen je Hektar in den einzelnen Ländern. Die durchschnittliche Stützung beträgt 373 €/ha oder 7 €/t Rübe bzw. 45 €/t Zucker.

Internationale Zuckerpolitiken

Mit der Abschaffung der Zuckerquotenregelung und der Rübenmindestpreise ist die Europäische Union ab 2017 der weltweit liberalste Zuckermarkt. Wie die nebenstehende Übersicht zeigt werden die Zuckermärkte weltweit politisch geregelt. In einigen Ländern werden sämtliche übliche Poltikinstrumente zum Schutz des heimischen Marktes angewendet. Auch die größten Erzeugernationen regeln ihre Binnemärkte massiv.

In der EU ist der Außenschutz durch Zölle das einzig verbliebene Instrument zum Schutz gegen den größtenteils subventionierten Zucker vom Weltmarkt.

Pressemitteilung: Zuckermarktordnung nur bis 2017 verlängert

Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) ist enttäuscht über die Verlängerung der EU-Zuckermarktordnung um nur zwei weitere Jahre. Am 26. Juni 2013 haben sich die Agrarminister der EU-Mitgliedstaaten mit den Unterhändlern des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission nach langen Verhandlungen auf einen Kompromiss verständigt. Demnach soll die Quotenregelung für Zucker und Isoglukose schon zum 30.09.2017 auslaufen. In einer ersten Reaktion auf die Entscheidung der Politik äußerte sich der Vorsitzende des DNZ Helmut Bleckwenn: „Wir bedauern sehr, dass unsere umfassende Überzeugungsarbeit nicht zu dem von uns gewünschten Ergebnis geführt hat. Offensichtlich waren die politischen Zwänge um einen Kompromiss über die künftige EU-Agrarpolitik zu groß.“ Die norddeutschen Rübenanbauer werden sich nun deutlich schneller als erwartet auf die Zeit nach der Quotenregelung einstellen müssen. Der DNZ sieht den norddeutschen Zuckersektor dennoch gut aufgestellt, um auch langfristig am Markt bestehen zu können. „Mit unserer bewährten Zusammenarbeit von Rübenanbauerverbänden und Zuckerindustrie werden wir auch künftig ausgewogene Vertragsbedingungen und Rübenpreise aushandeln“, so Bleckwenn weiter. Erklärtes Ziel des DNZ bleibe eine nachhaltige Sicherung des Rübenanbaus als maßgebliche Einkommensquelle für die Verbandsmitglieder. (27. Juni 2013)

Download der Pressemitteilung

"Fragen und Antworten zur EU-Zuckermarktordnung"

Rüben und Zucker sind Teil der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und daher hinsichtlich der Gestaltung für die Zeit nach 2015 Gegenstand der laufenden Beratungen über die Zukunft der GAP. Die Zuckerwirtschaft möchte sich in diese Beratungen aktiv und   konstruktiv einbringen, um gemeinsam mit allen an diesem Entscheidungsprozess Beteiligten eine tragfähige Zukunft für die europäische Rüben-und Zuckererzeugung zu gewährleisten. 

 


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"Zucker und Energie natürlich aus Rüben...
...auch zukünftig von Norddeutschlands Feldern!"

In diesem Flyer haben wir die EU-Vorschläge für die Zuckerpolitik ab 2015 sowie die drastischen Folgen der Reformvorschläge kurz und knapp zusammen gefasst.

 

 

 

 

 

 

 

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