Verwertungsmöglichkeiten der Zuckerrübe

Die Zuckerrübe ist ein Multitalent. Hauptsächlich liefert sie natürlich Zucker, aber auch als Energieträger und im Futtermittelbereich ist sie gefragt.

 

Zucker

Die Zuckerrübe wird in erster Linie als Rohstoff für die industrielle Zuckerherstellung angebaut. Dabei wird zunächst von einer Zuckerausbeute von knapp 16 Prozent der eingesetzten Rübenmasse ausgegangen. Aus durchschnittlich sieben Rüben lässt sich ein Kilogramm Zucker herstellen. Zucker ist ein 100-prozentiges Naturprodukt.

 

Energieträger

Die Zuckerrübe wird vermehrt auch für die Gewinnung von Bioethanol verwendet. Die nachhaltige Produktion von Biokraftstoffen und somit auch für Bioethanol aus zucker- oder stärkehaltigen Pflanzen ist in Deutschland seit 2011 gesetzlich geregelt. Im Jahr 2015 erzielte Bioethanol laut der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker eine durchschnittliche CO2-Minderung von 66 Prozent gegenüber fossilem Benzin.

Ebenso zeichnen sich Zuckerrüben als energiereiches und schnellvergärbares Substrat für die Erzeugung von Biogas aus.

 

Futtermittel

Bei der Zuckergewinnung bleibt Rübenmarkt übrig, das u. a. zu so genannten Rübenschnitzeln verarbeitet wird. Diese werden als Futtermittel insbesondere bei Wiederkäuern eingesetzt. Um den Energiegehalt der Trockenschnitzel zu erhöhen, kann Melasse zugefügt werden. Diese enthält noch etwa 60 Prozent Zucker, der nicht mehr auskristallisiert werden kann.

Darüber hinaus findet die Zuckerrübe auch Verwendung in anderen Bereichen wie der Hefeindustrie, der Alkoholherstellung, der pharmazeutischen Industrie und der Biotechnologie. Als Naturprodukt erfüllt sie das Prinzip der Nachhaltigkeit, denn erfüllt die Erwartungen an den Umwelt- und Verbraucherschutz, indem sie zu 100 Prozent in die Kreislaufwirtschaft integriert ist.

Vom Zuckerrübenfeld zur Zuckerfabrik: Ein Modell für nachhaltiges Wirtschaften

Die Grafik zeigt die unterschiedlichsten Verwertungswege der Zuckerrübe.  

Vom Zuckerrübenfeld zur Zuckerfabrik