Pressemitteilungen aus dem Jahr 2017

Rübenanbauer blicken nach vorn 

Hannover, 30. August 2017 – Auf dem diesjährigen Verbandstag schaut der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) auf ein erfolgreiches Zuckerrübenjahr zurück. Doch der Blick richtet sich überwiegend nach vorn: auf den Zuckermarkt, die Agrar- und Zuckerpolitik und die künftige Preisgestaltung für Rüben. 

Der Countdown zum Quotenende läuft. Künftig wird der Zuckermarkt weniger von der Politik und mehr vom Vermarktungsgeschick der Zuckerfabriken bestimmt. Die im Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenbauer (DNZ) zusammengeschlossenen Anbauerverbände sehen sich innerhalb der Wertschöpfungskette „Zucker aus Rüben“ gut aufgestellt. „Gemeinsam haben wir uns in den zurückliegenden Jahren auf die Änderungen der EU-Zuckerpolitik gut vorbereitet. Wir rechnen mit Risiken, glauben aber auch an Chancen“, so der Verbandsvorsitzende Helmut Bleckwenn in seiner Begrüßungsansprache vor mehr als 100 Gästen. Mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen fordert der DNZ weiterhin die Abschaffung der gekoppelten Beihilfen in der EU sowie den Abbau von handelsverzerrenden Maßnahmen auf dem globalen Zuckermarkt. „Solange andere Länder in der Welt ihren Zuckermarkt massiv stützen, brauchen wir für die EU wirksame Einfuhrbeschränkungen“, so Bleckwenn.

Für den Erhalt eines wirtschaftlichen Rübenanbaus sieht der DNZ ferner die Notwendigkeit, die Zulassung von Neonicotinoiden als Beizmittel für Zuckerrübensaatgut unverzüglich zu verlängern. Auch der Einsatz von Glyphosat sollte nicht weiter emotional, sondern die Diskussion um Pflanzenschutzmittel generell auf wissenschaftlicher Basis geführt werden. 

Im Rückblick auf das abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 zieht der DNZ positive Bilanz mit einer guten Zuckerernte und erfreulichen Rübenpreisen. Auch die Erwartungen an die bevorstehende Kampagne 2017 sind zuversichtlich. Aufgrund der ausgedehnten Anbaufläche wird mit einer deutlich längeren Verarbeitungssaison als im Vorjahr gerechnet.

Besonders stolz schaut der Verband auf den seit 25 Jahren durchgeführten Rübenlaborringvergleich. „Dieser ist ein Erfolgsmodell für Transparenz in der Rübenbewertung und soll deshalb auch in Zukunft gemeinsam mit allen beteiligten Laboren fortgesetzt werden“, so das Fazit von DNZ-Geschäftsführer  Dr. Heinrich-Hubertus Helmke. 

Den Gastvortrag hielt Hartwig Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Nordzucker AG, zum Thema: „ Nordzucker im Wandel der Märkte“.

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Preis für Überrüben der Kampagne 2017/18 verhandelt

Rechtzeitig vor der Kampagne schließen Nordzucker und DNZ die Verhandlungen ab

Braunschweig/Hannover, 28. August 2017 - Die Nordzucker AG und der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ) haben in der letzten Verhandlungsrunde den Preis für Überrüben der Kampagne 2017/18 festgelegt.

Grundsätzlich steht vertragsgemäß allen Rübenanbauern der Vortrag von Überrübenmengen auf das nächste Jahr in Höhe von 10 % der individuellen Vertragsmenge offen. Die Kostenbeteiligung des Landwirts beträgt hierbei 5,50 Euro je Tonne.

Für Rübenanbauer, die ihre Überrüben in diesem Kampagnejahr 2017/18 abrechnen möchten, wurden folgende Preise vereinbart:

Bei einem Basis-Zuckergehalt von 16,0 Prozent werden die ersten 10 Prozent der Vertragsmenge (Überrüben 1) mit 14,50 Euro je Tonne abgerechnet. Darüber hinaus gilt ein Basispreis von 5.- Euro je Tonne. Hinzu kommen der Zuckergehaltszuschlag sowie die Rübenmarkvergütung und eventuelle Zuschläge für Früh- und Spätlieferungen. Die Frachtkosten werden individuell entsprechend der Entfernung zum Bezugspunkt belastet.

Mit der frühzeitigen Vereinbarung der Preise für Überrüben hat jeder Landwirt nun die Möglichkeit, selbst über  eine bestmögliche Verwertung zu entscheiden. Die Preise für Vertragsrüben orientieren sich an dem jeweils gewählten Preismodell (fest oder variabel). Der marktorientierte Vario-Preis wird dabei erst nach der Kampagne festgesetzt.

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Vertragsbedingungen für Zuckerrüben ab 2018 stehen

Nordzucker und DNZ schließen Verhandlungen ab

Braunschweig/Hannover, 12. April 2017 - Die Nordzucker AG und der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ) haben sich auf die Vertragsbedingungen zur Lieferung von Zuckerrüben ab dem Anbaujahr 2018 verständigt. Den Rübenanbauern stehen wiederum verschiedene Wahlmöglichkeiten zur Verfügung. Die vollständigen Vertragsangebote werden in Kürze im AgriPortal veröffentlicht.

Die Landwirte können sich zwischen drei Vertragsmodellen entscheiden: Neu ist ein 3-Jahresvertrag, der mit einem variablen Preis ausgestattet ist. Daneben steht ein 1-Jahresvertrag mit variablen und fixen Preismodellen zur Wahl. Ein 3-Jahresvertrag zum Fixpreis wird in diesem Jahr nicht angeboten.

Im Vergleich zum variablen 1-Jahresvertrag liegt das Preisniveau beim variablen 3-Jahresvertrag um 2 Euro je Tonne höher. Bei einem Zuckerpreis von beispielsweise 450 Euro je Tonne Zucker würde der Rübenpreis bei 33,90 Euro je Tonne liegen.

Bei den einjährigen Modellen wird das gleiche Preisniveau wie für 2017 angeboten. Der Festpreis beträgt 29 Euro je Tonne. Beim variablen Preismodell und einem angenommen Zuckerpreis von 450 Euro je Tonne liegt der Rübenreis auf einem Niveau von 31,90 Euro je Tonne.

Alle Preisangaben enthalten sämtliche Nebenleistungen und basieren auf dem fünfjährigen Nordzucker-Durchschnitt für den Zuckergehalt von 17,9 Prozent sowie einer Rübenmarkvergütung von 3 Euro und einem durchschnittlichen Ausgleich für Früh- und Spätlieferung von 1,30 Euro je Tonne Rüben.

Sämtliche Angebote gelten für Vertragsmengen aus Lieferansprüchen und Freier Menge. Bei Überzeichnung der Freien Menge erfolgt eine Zuteilung durch die Nordzucker AG nach wirtschaftlichen Kriterien. Für die Einzugsgebiete der Zuckerfabriken Klein Wanzleben und Nordstemmen ist eine Freie Menge von maximal einer Million Tonnen garantiert.

 „Mit dem erzielten Verhandlungskompromiss liegen wir auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Welche Rübenpreise sich am Ende wirklich daraus ergeben, wird sich an den Märkten entscheiden. Soweit wir das heute einschätzen können, sind wir da optimistisch“, kommentiert DNZ-Verhandlungsführer Hans-Heinrich Philipps das Ergebnis. Nordzucker-Agrarvorstand Dr. Lars Gorissen betont: „Wir bieten unseren Rübenanbauern ein Vertragspaket mit attraktiven Konditionen, das den Interessen der Anbauer und den neuen Marktanforderungen Rechnung trägt. Insbesondere der 3-jährige Vertrag mit variablem Preis ermöglicht langfristige Planung bei gleichzeitiger Marktorientierung.“ Auch der DNZ-Vorsitzende Helmut Bleckwenn zeigt sich zufrieden: „Nach Wegfall des Quotensystems werden verlässliche Vermarktungspartner und frühzeitige Vertragsangebote immer wichtiger“, so sein Fazit.

Die rund 6.000 Zuckerrübenanbauer erhalten in Kürze detaillierte und umfassende Informationen zu den Vertragsmodalitäten. Ab Anfang Mai wird die Möglichkeit bestehen, die Verträge im AgriPortal zu zeichnen. Dort können auch die Freien Mengen beantragt und die Vertragsmengen auf die verschiedenen Preismodelle aufgeteilt werden. Die insgesamt von Nordzucker ausgegebene Vertragsmenge wird aller Voraussicht nach etwas höher als in 2017 ausfallen. Der endgültige Faktor für die Lieferansprüche wird ebenfalls mit den Vertragsangeboten veröffentlicht.

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Mehr Geld für Zuckerrüben

Preisverhandlungen für die Kampagne 2016 abgeschlossen

Hannover, 23.01.2017 – Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ) und die Nordzucker AG haben sich auf die endgültigen Auszahlungspreise für das Anbaujahr 2016/17 verständigt. Beim Standardzuckergehalt von 16 Prozent beträgt der Quotenrübenpreis 27,40 Euro pro Tonne. Überrüben im Umfang von bis zu 15 Prozent der individuellen Quotenrübenmenge (Ü1-Rüben) werden mit 25,50 Euro sogar auf dem Niveau des EU-Mindestpreises bezahlt. Für alle darüber hinaus angelieferten Überrüben (Ü2-Rüben) erhalten die Anbauer noch 11 Euro. Außerdem wird das Rübengeld diesmal deutlich früher ausgezahlt. Für die Zuckerrübenanbauer der Nordzucker AG fängt das neue Kalenderjahr gut an: Nach einer überdurchschnittlichen Rübenernte können sie sich nun auch über deutlich bessere Preise als im vergangenen Jahr freuen. „Wir Rübenanbauer profitieren von der erfreulichen Preisentwicklung für Zucker auf dem EU- und dem Weltmarkt“, so DNZ-Verhandlungsführer Hans-Heinrich Philipps. „Damit übertrifft die Zuckerrübe in diesem Jahr mal wieder alle anderen Feldfrüchte“. Auch der DNZ-Verbandsvorsitzende Helmut Bleckwenn zeigt sich sehr zufrieden: „Durch den frühzeitigen Verhandlungsabschluss setzen wir gemeinsam mit Nordzucker ein positives Signal für die Zukunft. Als Verband treten wir auch künftig für eine faire Beteiligung der Rübenanbauer an den Markterlösen ein.“ Zusätzlich zum Rübenpreis werden alle Nebenleistungen laut Branchenvereinbarung abrechnet. Einschließlich eines Abschlags von 2,50 Euro je Tonne für das Mark der Rübe soll das Rübengeld fast vollständig bereits am 15. März 2017 ausgezahlt werden. Dies bedeutet zwölf Wochen früher als vertraglich vereinbart. Weitere Einzelheiten zur Rübenbezahlung und zur abgelaufenen Kampagne werden ab dem 1. Februar auf den gemeinsam von der Nordzucker AG und den regionalen Zuckerrübenanbauerverbänden ausgerichteten Winterversammlungen vorgestellt. Ab sofort können alle Verbandsmitglieder mit Hilfe der Lieferdaten ihre individuellen Rübenauszahlungspreise auch in unserem Mitgliederbereich berechnen.


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