Welternährungsbericht für Zucker

Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat zusammen mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihren jährlichen Agrarbericht veröffentlicht. Darin wird u. a. auch ein Ausblick auf den Zuckermarkt von 2018 – 2027 gegeben. Der Bericht berücksichtigt Preise, Handel, Produktion und Verbrauch.

Mittelfristig wird demnach eine Steigerung des Roh- und Weißzuckerpreises von 2,3 Prozentpunkte erwartet und damit – bereinigt um die Inflationsrate – nahezu stagnieren.

Weltweit wird sowohl für Zucker aus Rüben als auch aus Rohr weiterhin von einer Anbau-Ausdehnung ausgegangen. In Deutschland hingegen geht man in den nächsten zehn Jahren von einer Reduzierung der Zuckerrübenanbaufläche von derzeit 131.000 Hektar auf rund 118.000 Hektar aus.

Zuckerrohr wird in der weltweiten Zuckerproduktion auch in Zukunft einen Löwenanteil von 86 Prozent ausmachen. Dabei wird Brasilien wohl weiterhin ein Fünftel des weltweiten Zuckers produzieren, wenngleich dies auch immer abhängig von der Ethanloproduktion ist. Indien wird laut Bericht seine Zuckerproduktion um 20 Prozent, China und Brasilien um jeweils 11 Prozent und Thailand um 9 Prozent ausdehnen. Die Europäische Union wird ihre Produktion laut FAO um 5 Prozent steigern. Während in Europa der Konsum von Zucker stagniert, wird er in Asien und Afrika weiter wachsen.

Der Anteil von Zucker und Isoglukose wird weltweit wohl um 1,5 Prozent jährlich zunehmen und 2027 rund 213 Mio. Tonnen erreichen. Damit ist die Wachstumsrate langsamer als noch in der letzten Dekade angenommen, was auf ein geringeres Bevölkerungswachstum weltweit und einen stagnierenden Pro-Kopf-Verbrauch zurückzuführen ist.